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Sandra Meinzenbach

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Werbetexte selbst überarbeiten? Das funktioniert mit dieser Checkliste

Sandra Meinzenbach · 13. März 2026 ·

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Werbetexte überarbeiten: Auf diese Punkte kommt es an
Texte selbst lektorieren …
Werbetexte selbst überarbeiten
1 Lassen Sie Ihre Texte ruhen
2 Holen Sie sich Feedback ein
Werbetexte selbst überarbeiten: 4 weitere Tipps
3 Halten Sie wichtige Kriterien für die Überarbeitung fest
4 Markieren Sie Positives und Negatives
5 Überarbeiten Sie Ihre Texte in Etappen
6 Lesen Sie Ihren Text laut
Werbetexte selbst überarbeiten – oder doch ein professionelles Lektorat?
Zu guter Letzt: Lektorat oder eigene Überarbeitung – die Preisfrage

Sie fragen sich gerade: Soll ich ein professionelles Lektorat buchen – oder kann ich meine Unternehmenstexte selbst überarbeiten? Fakt ist: Ein Lektorat kostet Geld, eine eigene Überarbeitung braucht dagegen Zeit.

Falls Sie sich entscheiden, Ihre Werbetexte selbst zu überarbeiten, gebe ich Ihnen in diesem Beitrag eine Menge Tipps: auf was Sie achten sollten, welche Tipps und Tricks Ihnen helfen – und wann sich ein professionelles Lektorat empfiehlt. Los geht’s:

Werbetexte überarbeiten: Auf diese Punkte kommt es an

Sie wollen Ihre Werbetexte selbst überarbeiten. Bei Texten für Ihre Firmenwebsite, für Ihren Blog oder für Ihren Newsletter sind sprachliche Details und viele Feinheiten wichtig. Denn nur gute Texte überzeugen: durch

  • Prägnanz und Klarheit: ohne weitschweifige (und unnötige) Informationen,
  • leserfreundliche, verständliche und strukturierte Inhalte,
  • aussagekräftige Überschriften und/oder Zwischenüberschriften,
  • kürzere, einfache Sätze: in der Regel reicht eine Aussage pro Satz,
  • wirklich wichtige Botschaften: alle Punkte, die für Leserinnen oder Kunden interessant sind,
  • Formulierungen ohne unnötige Wiederholungen: inhaltlich (doppelte Aussagen) oder sprachlich (identische Wörter, ähnliche Wörter mit gleichem Wortstamm oder gleichen Endungen),
  • Prädikate im Aktiv: Passivsätze sollten nur hin und wieder vorkommen,
  • Handlungsaufforderungen: sagen Sie Ihren Lesern klar und deutlich, was sie tun sollen,
  • eine an Kundinnen oder Leser angepasste Ansprache: direkt per „Sie“ oder per „Du“, mit gezielter Wortwahl (fachsprachlich, bildungssprachlich, allgemein verständlich …) und stimmiger Tonalität (seriös, gehoben, humorvoll, emotional, leger …),
  • Kunden- oder Leserinnenperspektive: die Wünsche, Bedürfnisse oder Probleme Ihrer Zielgruppe zählen – und mögliche Lösungsansätze,
  • floskelfreie Formulierungen: konkrete, überprüfbare Informationen statt nichtssagender Phrasen („qualitativ hochwertig“, „kundenfreundlich“, „Kompetenz und Erfahrung“),
  • möglichst wenige Substantivierungen – und stattdessen Formulierungen mit Verben: „unterstützen“ statt „Unterstützung gewährleisten“, „vorbereiten“ statt „Vorbereitungen treffen“,
  • korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung,
  • Konsistenz in Wortwahl und Layout.

Texte selbst lektorieren …

… ist die falsche Formulierung. „Lektorat“ meint eigentlich die Durchsicht eines Textes durch Spezialistinnen oder Spezialisten: von außen, mit gebotener Distanz und professionellem Hintergrundwissen.

Letztlich geht es nicht um ein „Selbstlektorat“ – sondern darum, Ihre Werbetexte zu überarbeiten, zu optimieren und mögliche Schwachstellen zu verbessern. Eine gründliche Überprüfung bringt Ihnen viel: Sie können etliche der gerade angesprochenen Punkte selbst in Ordnung bringen. Mit diesen Tipps und Tricks:

Werbetexte selbst überarbeiten

Was beim Korrektorat hilft, hilft auch dabei, Ihre Texte umzuarbeiten. Zwar ist eine profunde Überarbeitung aufwendiger als eine reine Korrektur. Aber grundsätzlich gilt: Alle Tipps, die ich Ihnen fürs Korrektorat eigener Texte gegeben habe, helfen Ihnen auch beim Überprüfen und Optimieren. Vor allem auf zwei Punkte weise ich noch einmal hin:

1 Lassen Sie Ihre Texte ruhen

Durch zeitlichen Abstand gewinnen Sie Distanz zu Ihrem Manuskript: Idealerweise warten Sie ein paar Tage ab, ehe Sie Ihre Werbetexte sprachlich, stilistisch und inhaltlich überprüfen. Oder Sie planen von Anfang an mehrere Tage Abstand ein:

  • Dann sehen Sie klarer, was alles noch nicht stimmt.
  • Und dann können Sie Schwächen in Ihren Texten gezielt verbessern.

2 Holen Sie sich Feedback ein

Das bekannte Vier-Augen-Prinzip bringt selbstverständlich auch dann viel, wenn Sie Ihre Werbetexte selbst überarbeiten. Denn durch einen Blick von außen erhalten Sie Rückmeldungen zu Dingen, die Ihnen vielleicht gar nicht auffallen: zu

  • unverständlichen Passagen,
  • unklaren Argumenten oder Botschaften,
  • Punkten, die Sie außen vor gelassen haben, und
  • allen weiteren Schnitzern.

Werbetexte selbst überarbeiten: 4 weitere Tipps

Darüber hinaus habe ich folgende Empfehlungen, wenn Sie Ihre eigenen Texte überprüfen und verbessern wollen:

3 Halten Sie wichtige Kriterien für die Überarbeitung fest

Sammeln Sie zunächst alle Punkte, die Sie verbessern wollen: gerne schriftlich, sodass Sie Ihre Liste später nach und nach durchgehen können. Dazu gehören

  • bekannte Fehler: Kriterien, die Ihnen beim Schreiben immer wieder unterlaufen – und von denen Sie wissen,
  • Schwachstellen, auf die Schreibratgeber wie mein Blog hinweisen,
  • Patzer, auf die Sie durch Feedback von außen aufmerksam werden.

4 Markieren Sie Positives und Negatives

Lesen Sie Ihre Texte in einem Rutsch durch, ohne sich sofort in Details zu verzetteln. Markieren Sie dabei alle Textstellen, die positiv wirken – und die Sie negativ einstufen:

  • am PC in zwei Farben,
  • falls Sie Ihre Text ausdrucken: mit farblich unterschiedlichen Textmarkern.

Verbessern Sie anschließend alle Formulierungen, die unvorteilhaft auf Sie wirken.

5 Überarbeiten Sie Ihre Texte in Etappen

Lesen Sie Ihre Texte mehrfach – und gehen Sie bei jedem Durchgang auf einzelne Kriterien oder Aspekte ein. Verbessern Sie mögliche Schwächen Schritt für Schritt, wenn Sie Ihre Werbetexte selbst überarbeiten.

Einerseits inhaltlich: hinsichtlich Ihrer

  • Ziele,
  • Zielgruppe(n),
  • Gliederung,
  • Textstruktur,
  • Botschaften und
  • Argumente.

Andererseits sprachlich und stilistisch:

  • Passen Sie Ihre Leseransprache an.
  • Kürzen Sie zu lange Sätze.
  • Vereinfachen Sie zu komplizierte Sätze.
  • Ersetzen Sie Floskeln.
  • Tauschen Sie Formulierungen mit Substantivierungen aus.
  • Formen Sie passive Verben ins Aktiv um.

6 Lesen Sie Ihren Text laut

Laut lesen ist ein nicht zu unterschätzendes Mittel, wenn Sie Ihre Werbetexte selbst überarbeiten. Achten Sie dabei auf alles, was Ihnen nicht gut über die Lippen kommt. Diese Passagen sollten Sie verbessern: weil

  • Sie beim lauten Lesen merken, welche Formulierungen Sie mündlich ganz anders sagen würden,
  • die gesprochene Sprache gerade für Marketingtexte und die Kommunikation mit Ihren Kunden vorteilhafter ist als die seriöse, mitunter gestelzte Schriftsprache,
  • Sie mit einer am Mündlichen orientierten Sprache natürlicher, sympathischer und leserfreundlicher schreiben – und dadurch Ihre Ziele besser erreichen.

Werbetexte selbst überarbeiten – oder doch ein professionelles Lektorat?

Ein professionelles Lektorat optimiert Ihre Texte: gerade dann, wenn es Ihnen schwerfällt,

  • eigene Fehler zu identifizieren,
  • Feedback von außen einzuarbeiten: sämtliche Rückmeldungen, dass Ihre Texte nicht überzeugen,
  • Strukturen, Argumente und Sprache Ihres Manuskripts zu verbessern,
  • sich Zeit und Muße für eine gründliche Revision zu nehmen.

Und falls zu wenige Menschen Ihre Website besuchen oder falls Sie zu wenige Abonnenten für Ihren Newsletter gewinnen: Hier kann ein Werbelektorat helfen, Ihre Texte positiv zu verändern – sodass Sie größere Überzeugungskraft gewinnen.

Zu guter Letzt: Lektorat oder eigene Überarbeitung – die Preisfrage

Werbelektorinnen und -lektoren wissen, worauf es bei überzeugenden Marketingtexten ankommt. Doch falls Sie Ihre Werbetexte zunächst selbst überarbeiten und anschließend ein Lektorat buchen, hat das einen klaren Vorteil:

  • Sie verbessern einige, vielleicht sogar viele Schwachstellen in Ihren Texten.
  • Dadurch sinken die Kosten für ein professionelles Lektorat: weil Lektorinnen und Lektoren bei einem besseren oder guten Manuskript weitaus weniger Textstellen anpassen müssen.

Weiterlesen?

  • Die Wiederholung als Stilmittel – oder als Störfaktor im Lesefluss?
  • Konjunktive in der Unternehmenskommunikation? Wann die Möglichkeitsform sinnvoll ist – und wann Sie sie vermeiden sollten
  • Substantivierungen vermeiden? Die Dosis macht das Gift!
  • Überflüssige Adjektive? Vorteilhafte Adjektive? Tipps für Ihre Werbetexte
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