• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
Logo: roter Kreis mit einem handgeschriebenen "m", daneben in grauer Schrift "MEINZENBACH"

Sandra Meinzenbach

Werbelektorat, Korrektorat

  • Korrektorat + Lektorat
    • Korrektorat + Lektorat
    • Korrektorat für Unternehmen
    • Lektorat für Unternehmen
    • Werbelektorat + Text
  • FAQ
  • Preise
    • Preise: Korrektorat
    • Preise: Lektorat
    • Preise: Werbelektorat + Text
  • Referenzen
    • Kunden
    • Kundenstimmen
  • Über mich
  • Blog
  • Kontakt
  • Show Search
Hide Search

„Als“ oder „wie“ oder „als wie“: Tipps zu Formulierungen und Kommasetzung

Sandra Meinzenbach · 4. April 2025 ·

Inhalt Ausblenden
Vergleichssätze: „als“ oder „wie“?
Verbindungen von „als“ und „wie“ …
Kommas vor „als“ oder „wie“
Keine Kommas
Kommas
Kann-Kommas
Zu guter Letzt …

Wann verwenden Sie „als“ – und wann „wie“? Stimmt die Formulierung „schlechteres Wetter wie gestern“? Was ist mit „schlechteres Wetter als wie gestern“? Und wie sieht es mit Kommas vor „als“ oder „wie“ aus?

Diese Fragen nehme ich vor: damit Sie beide Konjunktionen stilsicher verwenden, korrekt formulieren – und auch in Sachen Kommasetzung vor „als“ oder „wie“ keine Fehler mehr machen.

Vergleichssätze: „als“ oder „wie“?

Prinzipiell gilt: „Wie“ verwenden Sie, wenn etwas gleich ist – und wenn Sie die adjektivische Grundform verwenden. Beispielsweise bei

  • „Der neue Abteilungsleiter ist genauso beliebt wie sein Vorgänger“ oder
  • „Das heutige Wetter ist so schlecht wie gestern“.

Dennoch: Gelegentlich ist „als“ statt „wie“ auch bei Gleichheit üblich. Unter anderem bei

  • Formulierungen wie „doppelt so teuer als gestern“ oder
  • festen Verbindungen wie „so schnell als möglich“ (neben „so schnell wie möglich“).

Grundsätzlich setzen Sie „als“ aber immer dann ein, wenn etwas anders ist. Bei solchen Vergleichen nutzen Sie den Komparativ, die erste Steigerungsstufe von Adjektiven:

  • „Meine Kollegin ist besser vernetzt als ich“ (statt „Meine Kollegin ist besser vernetzt wie ich“) und
  • „Das Wetter ist schlechter als gestern“ (statt „Das Wetter ist schlechter wie gestern“).

Dass etwas anders ist und Ungleichheit besteht, zeigt sich auch durch Wendungen wie „nichts“, „entgegengesetzt“, „umgekehrt“ oder „in anderer Weise“. Auch hier ist „als“ und nicht „wie“ die richtige Wahl: bei

  • „nichts als die Wahrheit“,
  • „entgegengesetzt als erwartet“ oder
  • „alles andere als kompetent“.

Verbindungen von „als“ und „wie“ …

… sind definitiv kein gutes Deutsch. Okay – geadelt hat diese Formulierung Goethe höchstpersönlich. In seinem „Faust“ heißt es bekanntlich: „Da steh’ ich nun, ich armer Tor, Und bin so klug als wie zuvor“.

Heute aber sind vergleichende Formulierungen mit „als wie“ ein Fall für den Rotstift. Natürlich kommt „als wie“ in der Umgangssprache häufig vor – aber kombinieren Sie in Ihren Firmentexten keinesfalls

  • „als“ in Verbindung mit „wie“ bei Gleichheit: „Ich schlafe im Hotel so gut als wie zu Hause“ oder
  • „wie“ in Verbindung mit „als“ bei Ungleichheit und bei Wendungen mit Komparativen: „Ich schlafe im Hotel schlechter als wie zu Hause“.

Kommas vor „als“ oder „wie“

Und wie sieht es mit der Kommasetzung vor „als“ oder mit Kommas vor „wie“ aus? Eigentlich ganz einfach:

Keine Kommas

Wenn nach „als“ oder „wie“ nur Wörter oder Wortgruppen ohne Verb folgen, setzen Sie keine Kommas. So bei

  • „Der Absatz ist besser als im letzten Quartal“,
  • „Wie schon im letzten Quartal steigern wir unseren Umsatz“ oder
  • „Die Plätze in unserem neuen Workshop gingen weg wie warme Semmeln“.

Keine Kommas gelten auch für Formulierungen mit Partizipien:

  • „Die Umsätze sind besser als erwartet“,
  • „Die Umsätze waren so gut wie angenommen“.

Kommas

Formulieren Sie nicht bloß mit Partizipien, sondern mit gebeugten Verben, setzen Sie Kommas – immer dann, wenn Sie mit „als“ oder „wie“ komplette Nebensätze einleiten:

  • „Die Umsätze sind besser, als wir erwartet hatten“,
  • „Die Umsätze waren so gut, wie angenommen wurde“.

Und schieben Sie Nebensätze ein, sind ebenfalls Kommas nötig. Und zwar nicht wegen „als“ oder „wie“ – sondern aufgrund der zusätzlich eingefügten Nebensätze:

  • „Unsere Umsätze werden besser sein, wenn unsere Schätzungen stimmen, als erwartet“,
  • „Unsere Umsätze bleiben gut, weil wir neue Kunden gewonnen haben, wie angenommen“.

Kann-Kommas

Bei der Kommasetzung vor „wie“ und gelegentlich auch bei Kommas vor „als“ haben Sie mitunter die Wahl:

  • bei aus Nebensätzen entstandenen formelhaften Wendungen: „Wir konnten(,) wie vermutet(,) unsere Umsätze steigern“,
  • bei Zusätzen, die Sie auch weglassen könnten: „Wir haben(,) wie bereits in den letzten Quartalen(,) unseren Absatz ausgebaut“, „Wir konnten(,) als aufstrebendes Unternehmen(,) unsere Umsätze steigern“, „Spesen(,) wie Kosten für Unterkunft und Verpflegung(,) werden erstattet“.

Zu guter Letzt …

Immer dann, wenn Sie Kommas vor „als“ oder „wie“ setzen müssen oder setzen können, gilt: Semikolons statt Kommas sind tabu. Denn mit Semikolons dürfen Sie nur selbstständige Sätze verbinden. Das ist möglich bei mehreren Hauptsätzen (mitunter auch bei verkürzten Hauptsätzen ohne Subjekt) – nicht aber bei Haupt- und Nebensätzen, Einschüben oder Zusätzen.

Weiterlesen?

  • Kommasetzung, leicht gemacht (Teil 1): Hauptsätze, Nebensätze, Einschübe und Zusätze
  • Kommasetzung, leicht gemacht (Teil 2): Infinitivgruppen, Partizipgruppen, Adjektivgruppen
  • Komma oder Semikolon: Wann und wo empfehlen sich beide Satzzeichen?
2 Kommentare
Neueste
Älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Robert
30. Januar 2026 13:54

Jetzt habe ich das auch einmal gelernt! Spannend, dass es auch zumeist auch nach Gefühl klappt, ohne dass man die Regeln genau kennt.

Antworten
Autor
Sandra Meinzenbach
31. Januar 2026 16:27
Antwort auf  Robert

Hallo Robert,

es freut mich, dass Sie die Anregungen in meinem Beitrag nutzen konnten. Und nach Gefühl zu schreiben, ist in der Rechtschreibung gar nicht so schlecht.

Viele Grüße
Sandra Meinzenbach

Antworten

Formulierungstipps, Kommas, Satzpunkte und Co. Besser texten, Komma, Kommasetzung

Vfll Verband der Freien Lektorinnen und Lektoren e.V. - Profil Sandra Meinzenbach

Sandra Meinzenbach

sandra-meinzenbach.de © 2026 · Dr. Sandra Meinzenbach · Leipzig · Germany · E-Mail: lektorat@sandra-meinzenbach.de

  • AGB
  • Impressum
  • Rechtshinweise
  • Datenschutz

Damit ich Ihnen ein präzises Angebot machen kann …

… benötige ich folgende Informationen:

• Was wollen Sie buchen: Korrektorat, erweitertes Werbekorrektorat, stilistisches Lektorat, großes Werbelektorat, Lektorat von KI-Texten oder SEO-Lektorat?

• Im Falle eines SEO-Lektorats: Geht es Ihnen um eine Onpage-Optimierung? Haben Sie bereits Keywords recherchiert und/oder ausgewählt? Wünschen Sie sich eine Beratung zu den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung?

• Haben Sie Sonderwünsche fürs Korrektorat oder Lektorat? Wenn ja: welche?

• Wie viele Wörter oder Zeichen (einschließlich Leerzeichen, Fußnoten, Tabellentexte und/oder Bildunterschriften) enthält Ihr Manuskript?

• Falls Ihr Text noch nicht steht: Mit wie vielen Zeichen oder Wörtern rechnen Sie ungefähr?

• Schicken Sie mir eine Word-Datei, ein Google-Docs-Dokument oder ein PDF?

• Bis wann benötigen Sie Ihre korrigierte oder lektorierte Datei?

Schicken Sie mir außerdem eine Textprobe (mindestens 5 bis 10 Seiten) oder Ihr komplettes Dokument. Falls Sie eine Corporate Language haben: Schicken Sie mir Ihren Styleguide.

Informationen und Dokumente schicken